Das Parfum der Prinzessin: warum Orangenblütenöl auch Neroli heißt

Das herrlich duftende Orangenblütenöl wird aus den weißen Blüten des Bitterorangenbaums gewonnen und hat also nichts mit den normalen Süßorangen zu tun. Die Blüten sind kostbar und werden von Hand geerntet sobald sie sich geöffnet haben. Um einen Liter des wertvollen Orangenblütenöls zu gewinnen werden ungefähr eine Tonne Blüten benötigt.
Das macht diese mit am besten duftende Essenz auch zu einer der teuersten.

Die Bitterorange, auch Pomeranze genannt, stammt ursprünglich aus China. Schon im 12. Jahrhundert n. Chr. wurden dort mittels Wasserdampfdestillation die Blüten bearbeitet, um das wohlduftende Öl für kosmetische Zwecke zu gewinnen. Im Mittelalter entdeckten die Portugiesen auf ihren Reisen den Bitterorangenbaum und importierten ihn nach Europa. Doch erst im 16. Jahrhundert avancierte der lieblich-frische und blumige Duft zum Must-Have seiner Zeit. Dafür ist vor allem die Herzogin Flavia Orsini, die Prinzessin von Nerola verantwortlich. Sie verliebte sich in diesen Duft und parfümierte damit ihre Haarbänder, Handschuhe und sogar ihr Briefpapier. Seitdem nennt man Orangenblütenöl auch Neroli. Der italienische Adel war begeistert und die Prinzessin setzte damit einen Trend, der ihr geliebtes Neroli zu einem der beliebtesten Duftöle der Renaissance machte. Im Jahr 1709 entdeckte der Parfümeur Johan Maria Farina das Potential der Orangenblüte für die Parfümherstellung. Er kreierte das bis heute berühmte „Eau de Cologne“ oder auch „Kölnisch Wasser“, das neben Neroli auch Bergamotte, Zitrone, Orange und weitere Kräuter enthält. Seitdem ist die Orangenblüte in der Welt des Parfüms unverzichtbar.

Doch auch aus der Aromatherapie ist Neroli nicht mehr wegzudenken. Es hilft bei Erkältung, Bauch- und Kopfschmerzen, Stress oder depressiven Verstimmungen. Auch für die Pflege von empfindlicher oder trockener Haut lässt es sich wunderbar verwenden.

Auch wir bei OZOÍ lieben die sonnige Essenz der Orangenblüten. In unserer Komposition „Spirit of Sicily“ strahlt sie neben der Bergamotte so hell und intensiv, dass wir uns sicher sind: Die Prinzessin von Neroli wäre begeistert gewesen.

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